Austellung

Zwei Augenpaare. Fotografien von Donata und Wim Wenders

10. Juni 2026 - 20. Sept. 2026

Zwei Augenpaare. Fotografien von Donata und Wim Wenders

Die Ausstellung im Ernst Leitz Museum Wetzlar bringt die fotografischen Arbeiten von Donata und Wim Wenders in einen kuratierten Dialog. Der Blick auf die Welt zeigt sich in ihren Werken auf ganz unterschiedliche Art. In der gemeinsamen Präsentation eröffnen sich neue Perspektiven auf Fotografie, Wahrnehmung und Erzählung.

Gezeigt werden zahlreiche bekannte, vielfach ikonisch rezipierte Motive ebenso wie neuere Arbeiten aus den vergangenen Jahren. Ein eigens für die Ausstellung produziertes Interview eröffnet zusätzliche Einblicke in die Arbeitsweisen und Gedankenwelten des Künstlerpaars.

Wim Wenders gehört zu den international prägendsten deutschen Regisseuren. Seine Filme haben Kinogeschichte geschrieben und wurden vielfach ausgezeichnet. Orte spielen darin immer eine zentrale Rolle – etwa in „Paris, Texas“ (1984), „Der Himmel über Berlin“ (1987), „Buena Vista Social Club“ (1999) oder „Perfect Days“ (2023). Parallel dazu hat er ein eigenständiges fotografisches Werk geschaffen. Wenders beschreibt sich selbst als „Reisenden, dann als Regisseur oder Fotografen“. Viele seiner Fotografien entstehen auf Reisen oder an Drehorten. Häufig zeigen sie Landschaften und Architektur in klarer, farbintensiver Bildsprache, in den Details überraschend und bewegend. Meist sind die Motive menschenleer, und doch erzählen die Spuren darin vom Leben und Sein.

Ganz anders sieht der Blick auf die Welt in den Fotografien von Donata Wenders aus. Ihr Werk ist vor allem schwarzweiß – oft mit Menschen im Fokus – und lebt von einer reduzierten Bildsprache aus Licht und Schatten, Schärfe und bewegten Gesten. In den Bildern finden sich sowohl prominente Zeitgenossen wie Pina Bausch oder Paul Auster als auch Personen, die durch Abstraktion und Unschärfe in den Aufnahmen zu bezaubernden Schattenwesen werden. In ihren fotografischen Installationen arbeitet sie mit experimentellen Formen wie Überblendungen, Doppel- und Langzeitbelichtungen.

Beide Positionen eint ein liebevoller Blick auf die Welt und das Interesse an Bildern jenseits des rein Dokumentarischen. Im Zusammenspiel werden unterschiedliche fotografische Zugänge sichtbar, die sich berühren und zugleich voneinander absetzen – zwischen filmisch geprägtem Sehen und fotografischer Verdichtung, zwischen Weite und Intimität, zwischen Klarheit und Auflösung.

Über Donata und Wim Wenders

Donata Wenders wurde 1965 in Berlin geboren. Von 1984 bis 1989 studierte sie Film und Theater in Berlin und Stuttgart. Anschließend arbeitete sie viele Jahre als Kameraassistentin und drehte selbst als Kamerafrau Spiel- und Dokumentarfilme. Seit 1995 widmet sie sich der Fotografie. Ihre Bilder erschienen in diversen internationalen Zeitungen und Magazinen. Sie hat zahlreiche Bildbände publiziert, oft gemeinsam mit Wim Wenders, den sie 1993 geheiratet hat. Ihr Werk wurde national und international ausgestellt. Sie ist Vorstandsmitglied der Wim Wenders Stiftung in Düsseldorf.

Wim Wenders wurde 1945 in Düsseldorf geboren. Nach ein paar Semestern Medizin, Philosophie und Soziologie widmete er sich seiner Filmleidenschaft, zunächst in Paris und ab 1967 in München, wo er in den ersten Jahrgang der damals gerade gegründeten Hochschule für Fernsehen und Film aufgenommen wurde. Als Autorenfilmer wurde er ein wichtiger Protagonist des Neuen Deutschen Films der 1970er-Jahre. Längst gilt er als einer der bedeutendsten Vertreter des Weltkinos der Gegenwart. Neben seinem filmischen Schaffen hat ihn die Fotografie von Kindheit an begleitet und geprägt. Der Ausgangspunkt seines eigenständigen fotografischen Werks war die Serie „Written in the West“, die während der Vorbereitungen zum Film „Paris, Texas“ im amerikanischen Westen entstand.

Sein Werk als Drehbuchautor, Regisseur, Produzent, Fotograf und Buchautor umfasst preisgekrönte Spiel- und Dokumentarfilme, weltweit präsentierte Fotografieausstellungen sowie zahlreiche Bildbände, Filmbücher und Textsammlungen. Ab den späten 1970er-Jahren verbrachte er viele Jahre in den USA. Heute lebt und arbeitet der vielfach ausgezeichnete Künstler zusammen mit seiner Frau in Berlin.

Ernst Leitz Museum

Öffnungszeiten

Montag – Samstag von 10:00 bis 18:00 Uhr

Preise

Weit hinten, hinter den Wortbergen, fern der Länder Vokalien und Konsonantien leben die Blindtexte. Abgeschieden wohnen sie in Buchstabhausen an der Küste des Semantik, eines großen Sprachozeans. Ein kleines Bächlein namens Duden fließt durch ihren Ort und versorgt sie mit den nötigen Regelialien.
Weit hinten, hinter den Wortbergen, fern der Länder Vokalien und Konsonantien leben die Blindtexte. Abgeschieden wohnen sie in Buchstabhausen an der Küste des Semantik, eines großen Sprachozeans. Ein kleines Bächlein namens Duden fließt durch ihren Ort und versorgt sie mit den nötigen Regelialien.
Weit hinten, hinter den Wortbergen, fern der Länder Vokalien und Konsonantien leben die Blindtexte. Abgeschieden wohnen sie in Buchstabhausen an der Küste des Semantik, eines großen Sprachozeans. Ein kleines Bächlein namens Duden fließt durch ihren Ort und versorgt sie mit den nötigen Regelialien.